Besondere Einsätze
Hier finden Sie Einsätze über die wir in einen extra Artikel veröffentlichen. Dies kann zum Beispiel aufgrund von besonders großen, kuriosen und/oder schwierigen Einsätze passieren.
In der Nacht von dem 15. auf den 16.09. wurde die Ortsfeuerwehr Gifhorn kurz nach Mitternacht zu einem Gebäudebrand an der Braunschweiger Straße - einem Supermarkt - alarmiert. Beim Eintreffen der Ortsfeuerwehr Gifhorn stand das Geschäft im Erdgeschoss bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Eine Bewohnerin aus einer der darüber liegenden Wohnungen wurde kurz zuvor durch die Polizei ins Freie geleitet. Weitere Bewohner hielten sich zu diesem Zeitpunkt nicht in dem Gebäude auf.
Wegen der Brandausbreitung auf das gesamte zwei geschossige Gebäude mit angrenzenden Lagerräumen im hinteren Bereich wurden nach und nach alle weiteren Ortsfeuerwehren alarmiert, so das dann rund 110 Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr Gifhorn unter der Führung des Einsatzleiters und Stadtbrandmeisters Matthias Küllmer im Einsatz waren. Zudem war die Polizei und der Rettungsdienst mit zahlreichen Kräften vor Ort.
Durch den Brand war das gesamte Gebäude in Mitleidenschaft gezogen und war im Verlauf des Einsatzes massiv einsturzgefährdet geworden, so dass keine Einsatzkräfte mehr zur Brandbekämpfung ins Gebäude vordringen konnten. Daher entschloss sich die Einsatzleitung zum Abriss des Gebäudes mittels Bagger, um auch die letzten Glutnester ablöschen zu können.
Gegen Mittag konnte die Einsatzstelle durch die Feuerwehr übergeben werden.
Wir als Ortsfeuerwehr Kästorf unterstützten den Einsatz mit 2 Trupps Atemschutzgeräteträgern und stellten mit unserem Löschgruppenfahrzeug die Einsatz- und Alarmreserve für das gesamte Stadtgebiet. Zunächst noch an der Einsatzstelle und dann ab ca. 6 Uhr bis in die Mittagsstunden von unserem Feuerwehrhaus aus.
Kurz nach Mitternacht wurden die Ortsfeuerwehren Kästorf, Gamsen und Gifhorn zu einem Gebäudebrand alarmiert. Hierbei brannte es im Bereich der Technischen Betriebe - hier bei dem Elektrikrofachbetrieb. Beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen bereits Flammen aus dem Gebäude. Daraufhin wurden umgehend die ersten beiden Einsatzabschnitte gebildet und Einsatzaufträge an die Ortsfeuerwehren Kästorf und Gamsen erteilt.
Bilder Ow Kästorf
In beiden Abschnitten wurde mit der Brandbekämpfung von Innen und Außen unter Atemschutz begonnen. Die Ortsfeuerwehr Gifhorn übernahm über die Drehleiter die Brandbekämpfung. Das Gebäude, das Büros und Lagerflächen beinhaltete, hatte eine Bedachung aus Teerpappe, was die Brandbekämpfung erschwerte, da die Dachhaut mittels Motorsäge geöffnet werden musste, um an die Brandherde zu kommen. Über mehrere Rohre und dem Wenderohr der Drehleiter wurde die Brandbekämpfung erfolgreich durchgeführt. Eine Ausbreitung auf nahestehende Gebäude konnte erfolgreich verhindert werden. Gegen 7 Uhr morgens konnten auch die Nachlöscharbeiten beendet werden. Eine Nachkontrolle mittels Wärmebildkamera wurde abschließend erfolgreich vorgenommen. Im Einsatz waren rund 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr, das DRK, die Energieversorger sowie die Polizei Gifhorn.
In der Nacht zum 3. Oktober wurden wir zu einem vermeidlichen Gartenhüttenbrand im Bereich der Diakonischen Heime in Kästorf alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass 2 große Lager- / Bürocontainer auf dem Parkplatz im Bereich der Turnhalle und der Technischen Betriebe im Vollbrand standen.
Dort lagerte ein Teil des Archives in papierform, was wiederum eine enorme Brandlast darstellte, da in den Containern reihenweise Aktenschränke dicht an dicht standen. Um den Brand bekämpfen zu können, mussten wir das gesamte Brandgut aus den Containern rausholen und Stück für Stück ablöschen. Dazu setzten wir mehrere Trupps hintereinander unter Atemschutz ein. Nachdem wir mittels Wärmebildkamera die letzten Glut- und Brandnester abgelöscht hatten, konnten wir nach 2 1/2 Stunden die Einsatzstelle verlassen.
Im Rahmen dieses Einsatzes lag der Schwerpunkt nicht nur bei der Brandbekämpfung, sondern auch bei der Dekontamination der Einsatzkräfte. Dazu bauten wir einen Dekonplatz mit unserem Logistikanhänger auf. Dazu legte jeder Atemschutzgeräteträger und auch die Einsatzkräfte, die mit Brandrauch beaufschlagt wurden, ihre Einsatzkleidung fachgerecht ab und zogen die mitgeführten Trainingsanzüge an, um einen Kontamination von Fahrzeugen und Feuerwehraus zu vermeiden. Nach der Ankunft um Feuerwehrhaus, galt es die Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen und die Einsatzkräfte über den städtischen Bekleidungspool mit neuer Einsatzkleidung zu versorgen. Somit endete der Einsatz für einen Großteil der Einsatzkräfte gegen halb acht morgens.
In der Nacht zum 2ten Weihnachtsfeiertag wurden wir - zusammen mit den Kameraden der Ortsfeuerwehr Gamsen - zu einem Gebäudebrand im Bereich der Diakonischen Heime Kästorf alarmiert.
Hier brannten im Bereich des Elektrobetriebes ein Garagenkomplex mit 3 Garagen und einem Vorraum aus. Bei widrigsten Wetterverhältnissen konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden, so dass ein Übergreifen auf weitere Gebäude erfolgreich verhindert werden kannte. Die Trupps gingen zur Brandbekämpfung unter Atemschutz vor. Im Verlauf des Einsatzes musste das Dach geöffnet werden, um auch an die letzten Brandnester zur kommen. Gegen 4 Uhr morgens konnten wir die Einsatzstelle verlassen. Nach den Nachbereitungen waren alle pünktlich zum Frühstück wieder zu Hause.
Gegen Mittag erkundete der Ortsbrandmeister nach Telefonanrufen 2 Einsatzstellen, um einen Einsatz der Feuerwehr aufgrund der Hochwasser und Unwetterlage zu prüfen bzw. zu besprechen. In beiden Fällen musste wir als Feuerwehr keine weiteren Maßnahmen ergreifen.
Am Heiligabend und am Nachmittag des 2ten Weichnachtsfeiertages wurden wir zudem zu 2 Brandmeldeanlagen alarmiert.
Wir hoffen nun für alle Bürgerinnen und Bürger, dass sich evtl. weitere Niederschläge im Rahmen halten, damit sich die Hochwasserlage nicht weiter verschärft und möglichst alle von Wassereinbrüchen in Kellern und Häusern verschont bleiben.
In der Allerzeitung wurde dazu wie folgt am 26.12.2023 berichtet:
Kästorf. Am frühen Dienstagmorgen gegen 1.25 Uhr wurde ein Schuppenbrand an den Diakonischen Heimen an der Straße Zu den Mushoren in Kästorf gemeldet. Die Feuerwehren Kästorf und Gamsen wurden alarmiert.
Elektroteile im Schuppen brennen
Als die Feuerwehren am Brandort eintrafen, schlugen die Flammen bereits durch eine Tür. Die eingesetzten Feuerwehrleute begannen sofort unter Zuhilfenahme von Atemschutzgeräten mit den Löscharbeiten. Um besser an die Brandstelle heranzukommen, wurden die Randverkleidung und das Dach geöffnet. In dem Schuppen wurden Elektroteile gelagert, die ebenfalls brannten.
Unter Einsatzleitung von Ortsbrandmeister Marco Brand waren rund 40 Einsatzkräfte im Einsatz. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Zur genauen Brandursache und zur Höhe des entstandenen Schadens konnten noch keine Angaben gemacht werden. Ein Rettungswagen war zu Sicherheit am Ort.
AZ/WAZ
In der Braunschweiger Zeitung wurde wie folgt berichtet:
Gamsen. Die Feuerwehr ist in der Nacht zu Mittwoch über Stunden im Einsatz – bei Kälte und Schneeregen. Die Bewohner konnten sich retten.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist in Gamsen der Dachstuhl eines Einfamilienhauses völlig ausgebrannt. Etwa 70 Feuerwehrleute sowie Kräfte der Polizei und der Schnell-Einsatz-Gruppe des Deutschen Roten Kreuzes waren ab 1 Uhr stundenlang am Brandort in der Platendorfer Straße.
Die Polizei sprach am Vormittag auf Anfrage von 400.000 Euro Sachschaden an dem Wohnhaus. Laut Sprecher Christoph Nowak sind die Untersuchungen zur Brandursache bereits angelaufen: „Nach derzeitigen Stand schließen wir Vorsatz aus. Es war also wohl keine Brandstiftung.“ Details müssten noch ergründet werden.
„Bei meinem Eintreffen am Einsatzort stand das gesamte Obergeschoss des Gebäudes bereits in Vollbrand. Die Bewohner hatten das Gebäude glücklicherweise schon eigenständig verlassen“, erklärt Gamsens Ortsbrandmeister Uwe Reuß, der den Einsatz leitete.
Die zuerst alarmierten Feuerwehren aus Gamsen und Kästorf leiteten umgehend die Brandbekämpfung ein. Unter Atemschutz löschten Trupps im Innen- und Außenangriff, zudem wurde das Nachbargebäude durch eine sogenannte Riegelstellung mit Wasser vor dem Feuer geschützt.
Etwa eine Stunde nach Einsatzbeginn war das Feuer unter Kontrolle. Um auch die Brandstellen im Dachbereich des Gebäudes bekämpfen zu können, wurde die Drehleiter der Ortsfeuerwehr Gifhorn nachalarmiert. „Mit dieser wurde die Dachhaut des Gebäudes durch Atemschutztrupps stückweise aufgenommen und auflodernde Flammen direkt bekämpft“, erklärt Kreisfeuerwehr-Sprecher Bjarne Wegmeyer. Dazu wurde der Einsatz im Inneren zeitweise unterbrochen.
Temperaturen um den Gefrierpunkt und immer wieder einsetzender Schneeregen stellte die Feuerwehrleute darüber hinaus vor Herausforderungen. So musste die Einsatzstelle immer wieder abgestreut werden, um die Unfallgefahr durch Ausrutschen auf vereisten Flächen zu minimieren. Die Verpflegungstruppe der Gifhorner Feuerwehr sorgte für die Verpflegung mit Essen und Heißgetränken und baute ein beheiztes Zelt auf, in dem sich die Einsatzkräfte aufwärmen konnten. Zudem stellte die Gifhorner Ortsfeuerwehr einen Atemschutzwechselplatz für benutzte Atemschutzgeräte bereit und unterstützte mit ihrem Einsatzleitwagen bei der Organisation.
Durch immer wieder aufflammende Glutnester im Brandobjekt zogen sich die Nachlöscharbeiten bis in die frühen Morgenstunden. Gegen 6 Uhr waren die Arbeiten der Feuerwehr beendet und die Einsatzstelle konnte der Polizei für weitere Ermittlungen zur Brandursache übergeben werden.

