Große Übungen

Meist zweimal im Jahr finden bei uns im Stadtgebiet Großübungen statt. Bei diesen werden mehrere Ortsfeuerwehr regulär alarmiert. Nur einige ausgewählte des Führungspersonals wissen über solche Übungen bescheid. Unter anderem werden Schwerpunkt Einsätze durchgeführt oder Zugeinsätze trainiert.

Seit dem 01.05. diesen Jahres ist die neue Struktur der Kreisfeuerwehrbereitschaften im Land Niedersachsen in Kraft und somit umgesetzt. In diesem Rahmen gehören wir mit unserem Mannschaftstransportwagen und unserem Löschgruppenfahrzeug dem neu zusammengestellten Wassertransportzug 2 an und stellen zudem mit 2 erfahrenen Zugführern die Zugführung. Der Zug  setzt sich neben unseren Fahrzeugen aus 4 weiteren geländefähigen Tanklöschfahrzeugen ( Parsau-Ahnebeck, Hankensbüttel, Steinhorst und Radenbeck ) zusammen. So führt der Zug 14.000 L Wasser mit und ist besonders dafür geeignet, große Mengen von Löschwasser bei Wald- und Vegetationsbränden z.B. an die Einsatzstellen zu bringen. Da diese in der Regel außerhalb der Wohnbebauung liegen, ist eine Löschwasserversorgung über das normale Leitungsnetz in der Regel nicht oder nur sehr schwer möglich ist. Genau für solche Szenarien ist der Bereitschaftszug aufgestellt worden und kann innerhalb des Landkreises, aber vor allem im gesamten Land Niedersachsen eingesetzt werden. 

Nach einem ersten Treffen Anfang Juni war es am 20.06. soweit. Der Wassertransportzug wurde durch die GFFF-V Einheit des Landkreises Uelzen/Gifhorn zur Unterstützung bei einer Übung in Wilsche angefordert, um die Kräfte dort mit Löschwasser zu versorgen. So wurde am Ortsrand von Wilsche eine Wasserentnahmestelle aus dem Leitungsnetz aufgebaut und dann das Löschwasser mit den Tanklöschfahrzeugen im sogenannten Pendelverkehr zur Einsatzstelle transportiert. Dort vor Ort konnten die Tanklöschfahrzeuge ihr Löschwasser in einen 5.000 L Faltbehälter, von dem dann die Einsatzkräfte versorgt wurden, abgeben. Ziel der Übung für den Wassertransportzug war das Üben von Standardeinsatzregeln und die Zusammenarbeit im Zug, das Fahren in einem Verband, der Aufbau eines Pendelverkehrs mit den Tanklöschfahrzeugen und die Kommunikation. Bei sommerlichen Temperaturen wurde die erste Übung hierbei sehr gut gemeistert und war somit ein gelungener Start für den neuen Wassertransportzug 2 des Landkreises Gifhorn.

Im Anschluss der Übung konnten sich alle Beteiligten bei einem Imbiss und kühlen Getränken stärken und sich bei der Nachbesprechung gemeinsam austauschen.   

Im Rahmen unsere Ausbildungsplanes stand auch wieder die Gefahrgutausbildung unter dem Thema: ABC Gefahrstoffe - Kennzeichnung, Gefahren und Verhalten im Einsatz auf dem Dienstplan. Ziel war es zum einen die Kameradinnen und Kameraden im Anwenden der GAMS Regel - Gefahr erkennen, Abstand halten, Menschenrettung durchführen, Spezialkräfte alarmieren - zu schulen und zum anderen ein realistisches Einsatzszenario abzuarbeiten. 

Nach einem halbstündigen Theorieteil wurde eine Einsatzübung im Bereich Am Schliekenberg/Hauptstraße durchgeführt. Hierbei verunfallte ein Traktor mit einem Anhänger, der mit 3 IBC beladen war. Durch den Unfall schlugen die IBCs Leck und liefen aus. Zudem waren 2 verletzte Personen im Trecker und am Anhänger sowie ein Entstehungsbrand im Motorraum des Treckers vorgesehen.