Große Übungen

Meist zweimal im Jahr finden bei uns im Stadtgebiet Großübungen statt. Bei diesen werden mehrere Ortsfeuerwehr regulär alarmiert. Nur einige ausgewählte des Führungspersonals wissen über solche Übungen bescheid. Unter anderem werden Schwerpunkt Einsätze durchgeführt oder Zugeinsätze trainiert.

Im Rahmen unsere Ausbildungsplanes stand auch wieder die Gefahrgutausbildung unter dem Thema: ABC Gefahrstoffe - Kennzeichnung, Gefahren und Verhalten im Einsatz auf dem Dienstplan. Ziel war es zum einen die Kameradinnen und Kameraden im Anwenden der GAMS Regel - Gefahr erkennen, Abstand halten, Menschenrettung durchführen, Spezialkräfte alarmieren - zu schulen und zum anderen ein realistisches Einsatzszenario abzuarbeiten. 

Nach einem halbstündigen Theorieteil wurde eine Einsatzübung im Bereich Am Schliekenberg/Hauptstraße durchgeführt. Hierbei verunfallte ein Traktor mit einem Anhänger, der mit 3 IBC beladen war. Durch den Unfall schlugen die IBCs Leck und liefen aus. Zudem waren 2 verletzte Personen im Trecker und am Anhänger sowie ein Entstehungsbrand im Motorraum des Treckers vorgesehen. 

Hierbei wurden dann im Laufe der Übungen folgende Punkte geübt:

- Erkennen der Gefahr und Bestimmung des Gefahrstoffes

- Absperrmaßnahmen mit Unterstützung der Polizei treffen

- Durchführung einer Menschenrettung Traktor durch einen Atemschutztrupp

- Durchführung einer Menschenrettung im Bereich des Anhängers mit auslaufenden Gefahrstoffen durch 3er Trupp unter CSA

- Nachalarmierung der Spezialkräfte und Aufbau einer Einsatzleitung 

- Zudem Verhinderung einer Ausbreitung in das Kanalnetz durch Setzen eines Gullystopps 

- Brandbekämpfung des Entstehungsbrandes 

- Ausleuchtung der Einsatzstelle 

- Durchführung einer Not-Dekontamination der eingesetzten Trupps unter Atemschutz und CSA

Insgesamt war das eine für alle beteiligten Kameradinnen und Kameraden herausfordernde Übungslage, aus der aber alle viel lernen und mitnehmen konnten.

Erschwerend kam hinzu, dass wir im Laufe der Einsatzübung zu einem Einsatz alarmiert worden sind. An dieser Stelle ein Dank an die diensthabenden Kameraden, die diesen Ausbildungsdienst hervorragend vorbereitet haben. 

Am Dienstag, den 14.11. wurden wir zusammen mit den Gamsener Kameradinnen und Kameraden zu einer gemeinsamen Herbstübung alarmiert. Die Übung wurde hierbei von der Ortsfeuerwehr Gamsen auf dem Gelände des Dachdeckereinkaufes vorbereitet. Dabei wurde ein gemeldetes B2-Feuer auf dem Außengelände angenommen. Hier brannte Material und der Brand drohte auf das angrenzende Gasflaschenlager und die Hallen überzugreifen. 

Nachdem die Gamsener Kameraden den Zugang zu dem Gelände sichergestellt hatten, bekamen wir die nördlichen Einsatzabschnitt zugewiesen. Unser Auftrag dabei war, das Gasflaschenlager zu schützen und eine Ausbreitung auf die Halle zu verhindern. Wir bekamen als Wasserentnahmestelle einen der beiden Tiefenbrunnen auf dem Gelände zugwiesen. Darüber förderten wir bis zu 1.000L Löschwasser und gaben es über mehrere Rohre ab. 

Nach einer guten Stunde kam das Kommando zum Abrücken in das Feuerwehrhaus Gamsen, wo wir zusammen mit den Gamsener Kameraden bei einer Bockwurst und einem Kaltgetränk die Übung nachbesprachen. Das war nach langer Zeit eine gute Gelegenheit, um die Alarmierung und die Zusammenarbeit der beiden Ortsfeuerwehren zu üben.  

In der Allerzeitung wurde dementsprechend berichtet. Das Foto stammt von Bernd Behrens, der an diesem Abend für die Allerzeitung vor Ort war.

In der Allerzeitung wurde am 18.05. ausführlich berichtet: 

Am 16.09.2019 gegen ca. 17.30 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Gamsen zusammen mit uns über Sirene und Meldeempfänger alarmiert. Die Alarmmeldung lautete: Gebäudebrand mit Menschengefährdung.

Als unsere Kräfte zusammen mit den Gamsenern Kräften an dem Objekt - hier das ehemalige Gebäude der Volksbank in Gamsen - eintrafen, stellte sich schnell heraus, dass es sich um eine sehr realistische Einsatzübung, die vom Ortsbrandmeister aus Gamsen - Uwe Reuss - ausgearbeitet worden ist, handelt. Dennoch gingen alle Kameraden die Aufgaben unverzüglich an und arbeiteten diese vollständig und rasch ab. Hierbei galt es für uns  eine Menschenrettung über tragbare Leitern sowie für die Gamsener Kameraden eine umfangreiche Brandbekämpfung im Erdgeschoss vorzunehmen. Insgesamt galt es 4 Personen aus dem Gebäude zu retten. Im Laufe der Übung wurde der städtische Einsatzleitwagen sowie der Rettungsdienst SEG Gifhorn nachalarmiert.

Ziel war es, die Zusammenarbeit beider Ortsfeuerwehr zu trainieren und weiter zu verbessern, was an diesem Abend unterm Strich gut funktioniert hat. Stärken und Schwachpunkte sind aufgenommen worden und werden nun in beiden Ortsfeuerwehren diskutiert und behandelt, damit wir zukünftig noch ein Stück besser und effektiver werden können.

Hier noch einmal ein ausführlicher Bericht aus der Allerzeitung vom 17.09.2019

Alarmübung Gamsen Voba 09.2019

Das Ausbildungsjahr neigt sich dem Ende zu und gerade in der Wintermonaten liegen die Ausbildungsdienste bei uns in der Feuerwehr im Bereich der theoretischen Ausbildung und der praktischen Ausbildung an den einzelnen Gerätschaften. Daher ist die Herbstabschlussübung noch einmal eine gute Gelegenheit, alle Abläufe und Handgriffe im Rahmen einer komplexen und herausfordernden Übung unter möglichst realistischen Bedingungen zu üben bzw. zu überprüfen. In diesem Jahr hatten die Kameraden Felix Bock und Dirk Sander die Übung bei der LEVG in Groß Oesingen ausgearbeitet. Angenommen war ein Brand im Bereich der Getreidesilos und eine entsprechende Ausbreitung in den einzelnen Keller- und Hallenbereichen. Insgesamt galt es 6 vermisste Personen zu retten und 2 Personen aus der obersten Etage des Silobereiches über das Treppenhaus zu retten. Dabei wurde der gesamte Kellerbereich und die angrenzenden Hallenbereich vernebelt.

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Hierbei wurden die Schwerpunkte: Vorgehen und Arbeiten unter Atemschutz, die Menschenrettung sowie der Aufbau eines Löschangriffs über 2 Wasserentnahmestellen beübt. Die besondere Herausforderung bestand darin, dass keiner der Kameraden das Objekt kannte. In diesem Jahr hatten wir die Kameraden der Feuerwehr Wehnsen das erste mal mit dabei und wurden mit ihrem TSF bei der Übung mit eingebunden. So war es uns möglich, mit einem kompletten Löschzug - bestehend aus 2 Löschgruppen und einem Zugtrupp - zu arbeiten. Obwohl wir noch nie zusammen im Einatz gearbeitet haben, klappte die Zusammenarbeit sehr gut. Nach gut einer Stunde waren die Aufgaben der Übung abgearbeitet, so dass im Anschluss bei der Nachbesprechung ein durchweg positives Resumee gezogen werden konnte. Wieder in Kästorf angekommen, konnten sich alle Beteiligten bei einem gemeinsamen Essen stärken. Insgesamt waren 40 Kameraden, davon 4 Trupps unter Atemschutz, an der Übung und dessen Organisation beteiligt.   

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Die Fotos wurden von Tessa Köhler an dem Abend für uns gemacht. Dafür unser herzlichster Dank.

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