Nach einer längerer Pause veranstalteten wir wieder ein "Übernachten im Feuerwehrhaus". Mit 21 Jugendlichen und 10 Betreuern erlebten wir wieder 25 spannende und lehrreiche Stunden bei der Feuerwehr.
Neben theoretischem Dienst durch die Ausbilder aus den aktiven Reihen unserer Feuerwehr, standen auch Einsatzübungen auf dem Programm, um das theoretisch Erlernte direkt in die Praxis umzusetzen. Im Detaillierten Ablaufplan findet ihr alle wichtigen Informationen und Bilder - Schaut rein!
Samstag
8.00 Uhr - Dienstbeginn und offizieller Start des Übernachten im Feuerwehrhauses. Zu beginn hatten alle Jugendlichen genügend Zeit um ihre Betten aufzubauen und sich anschließend umzuziehen. Die Mädchen haben dabei in der Damenumkleide ihr Nachtlager aufgeschlagen, die Jungen im Kinder-/Jugendfeuerwehrraum. Nach dem wir gemeinsam unten im Flur angetreten sind, ging es auch schon direkt zum Frühstück, bei dem sich alle für die nächsten Stunden ausgiebig stärken konnten.
9.30 Uhr - Theoriedienst DV3 - Gruppe im Löscheinsatz. Bei diesem Dienst fungierte unser Kamerad Dirk Sander als Ausbilder. Er erklärte den Jugendlichen die grundlegenden Aufgaben einer Gruppe im Löscheinsatz. Also: Wer macht was, wenn es mal brennt? Zusätzlich verbildlichte er dieses mittel verschiedener Planspiele.

10.45 Uhr - Übungseinsatz mit dem Stichwort "Gebäudebrand mit einer vermissten Person"
Die erste "Alarmierung" erfolgte um viertel vor 10. Auf der Alarmmeldung standen die Stichworte "Gebäudebrand Hauptstraße Familie Windmüller" und "Eine Person vermisst". Zügig am Einsatzort angekommen, wurden alle Aufgaben mit Bravur gemeistert. Neben einer Personensuche im vernebelten Gebäude ging es auch darum den Brandherd zu finden und abzulöschen. Die allermeisten waren überrascht, wie wenig man in einem vernebelten Raum sehen kann. Außerdem wurde ein massiver Außenangriff aufgebaut und unser Überdrucklüfter in Stellung gebracht. Alles in allem ein sehr runder Einsatz. Am MTW wurde zusätzlich auch eine Lagekarte geführt um so die Übersicht über den Einsatz zu behalten.

12.30 Uhr - Zurück am Standort, galt es nun die Fahrzeuge wieder ordentlich zu hinterlassen. Im Anschluss konnten wir uns schnell auf das gemeinsame Mittagessen stürzen. In Vertretung für unser Küchenteam hat Nataly (Frau vom Jugendwart) uns Nudeln Bolognese gezaubert.
13.15 Uhr - Nach dem Essen konnten wir uns erstmal erholen. Einige genossen die ersten ruhigen Minuten an diesem Tag und richteten sich noch final ein, die anderen vertrieben sich die Zeit mit einer Runde Tischkicker.
14.00 Uhr - Um nach dem Mittagessen wieder langsam in Bewegung zu kommen, haben wir in der Fahrzeughalle gemeinsam Sport gemacht und uns vielleicht auch schon ein wenig auf das Sportturnier der Stadtjugendfeuerwehren vorbereitet. Anschließend haben sich alle wieder Frisch gemacht und das Sportoutfit gegen die Uniform getauscht.
15.00 Uhr - Warmer Kakao, leckerer Lüdde Kuchen und auch der eine oder andere gesunde Apfel dienten der zwischenzeitlichen Stärkung
15.30 Uhr - Theoriedienst Verkehrsunfall - Als Ausbilder aus den aktiven Reihen fungierte Sven Wittberg. Er erklärte den Jugendlichen anschaulich die Technische Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall. Also in diesem Fall - "Wer macht bei einem Verkehrsunfall was?" und woher resultiert bei solch einem Einsatz die Fahrzeugaufstellung. Gewappnet mit diesem Wissen ließ der nächste Übungseinsatz nicht lange auf sich warten.
16.45 Uhr - Übungseinsatz mit dem Stichwort VU PKW auf dem BGS Gelände
Ein PKW geriet auf gerade Strecke von der Fahrbahn ab und fuhr gegen einen Baum. Die erste Lageerkundung ergab, dass der Fahrer noch im Fahrzeug saß und nicht angeschnallt war. Der Melder übernahm die Betreuung des Fahrers, der über leichte Kopfschmerzen und Schmerzen in den Beinen klagte. Der Angriffstrupp befreite daraufhin den Fahrer aus seinem Fahrzeug und übergab diesen auf der Krankentrage dem Rettungsdienst. Nebenbei wurde ausreichend Beleuchtungsgerät aufgebaut und die Straße vorsorglich abgesperrt. Zeitgleich wurde die zweite Löschgruppe zu einem Technischen Hilfe Einsatz ebenfalls auf dem BGS Gelände alarmiert. In dem Fall in ein Transporter gegen einen Sandhaufen gefahren und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Das Fahrzeug wurde gegen Wegrollen gesichert, die Einsatzstelle ausgeleuchtet und der Fahrer aus seinem Fahrzeug befreit.

19.30 Uhr - Zurück im Feuerwehrhaus gab es zum Abendessen leckere Pizza und zum Nachtisch Eis
20.00 Uhr - Übungseinsatz mit dem Stichwort "Brandmeldeanlage Ute Lehner Halle Kästorf"
Durch das Einsatzstichwort BMA besetzten wir die Fahrzeuge und fuhren hoch zur Kästorfer Sporthalle. Dort erkundeten wir das Gebäude von außen, konnten aber keine Ursache feststellen und verließen somit die Einsatzstelle wieder, um ins Feuerwehrhaus einzurücken. Auch dies spiegelt den Alltag der Kästorfer Feuerwehr wieder.
20.30 Uhr - "Schlag die Betreuer" wurde von den Jugendlichen ausgearbeitet. Die Kinder traten gegen die Betreuer in verschiedenen kleinen Spielen an. Unter anderem ging es darum, innerhalb von einer Minute möglichst viele Situps zu machen, eine Limbostange zu durchtanzen oder eine Tanzchallenge zu gewinnen. Danke für die super Organisation der Jugendlichen!
22.00 Uhr - Zähneputzen und ab ins Bett. Nachtruhe. Ruhig war es zumindest, ob und wann aber die Augen geschlossen wurden kann nicht sicher berichtet werden. Die Betreuer siedelten über nach Catan und versuchten die längste Handelsstraße auszubauen oder die größte Rittermacht aufzubauen. Leider hat wieder nicht der beste Spieler gewonnen.
Sonntag
6:40 Uhr - Nach den Anstrengungen des vorangegangen Tages schaffte es bis zum offiziellen Wecken um kurz nach halb 7 niemand aus seinem Nachtlager. Da die geplante letzte Einsatzübung aufgrund von anhaltendem Dauerregen nicht stattfinden konnte, nutzen wir die Zeit sinnvoll und spielten gemeinsam Völkerball. Alle warfen sich in Sportklamotte und machten beim Aufwärmen eine gute Figur oder in dem Fall den Hampelmann

8:00 Uhr - Das Frühstück sorgte mit frischen Brötchen, Cornflakes und einer Vielzahl an verschiedenen Aufschnitten für einen guten Start in den Tag. Nach dem Frühstück packen alle Jugendlichen ihre Sachen zusammen und bauten die Nachtlager ab
9.00 Uhr - Offizielles Dienstende mit Schreiben des Dienstbuches nach über 25 Stunden gemeinsam im Feuerwehrhaus. Die Nacht war kurz, die Zeit verging wie im Fluge und so endete das "Übernachten im Feuerwehrhaus 2026". Die Betreuer haben im Anschluss noch das Feuerwehrhaus wieder hergerichtet und die Fahrzeuge in Gifhorn gewaschen
Besonders bedanken möchten wir uns bei den Ausbildern Sven Wittberg und Dirk Sander sowie bei Nataly Hasenbein für das leckere Mittagessen
Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!