Chronik der Jugendfeuerwehr

40 Jahre Jugendfeuerwehr Kästorf

- Chronik -

40 Jahre Jugendfeuerwehr in Kästorf - das ist ein Jubiläum worauf man heute voller Stolz zurückblicken kann.

In den vergangenen 40 Jahren Jugendfeuerwehr in Kästorf ist es immer erfolgreich gelungen junge Menschen für das Feuerwehrwesen und den Dienst zum Allgemeinwohl zu begeistern. Dies ist nur durch den kontinuierlichen ehrenamtlichen Einsatz vieler aktiver Kameraden und Helfer möglich gewesen. Dank dieser Kameraden ist die Jugendfeuerwehr bis heute ein fester Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehr bei uns in Kästorf, der nicht mehr wegzudenken ist.

Die meisten unserer heutigen aktiven Kameraden und Führungskräfte haben ihre ersten Schritte in Sachen Feuerwehr in unserer Jugendfeuerwehr unternommen und auch in Zukunft hoffen wir unseren größten Teil des Nachwuchses für die aktive Feuerwehr aus den Reihen der Jugendfeuerwehr rekrutieren zu können. Und genau dieses bewog damals das Kommando der Feuerwehr Kästorf unter Führung vom damaligen Hauptfeuerwehrmann Werner Hoff im Jahre 1966 eine Jugendfeuerwehr ins Leben zu rufen. Schon andere Gemeinden hatten diesen Schritt in den Jahren zuvor gemacht und konnten erste Erfolge in der Nachwuchsarbeit verzeichnen.

1960 – 1969

Am 01.09.1966 war es damals endlich soweit. Die Jugendfeuerwehr Kästorf wurde mit 10 Mitliedern gegründet. Heinz Lüdde jun., Rudi Gau, Siegfried Schramm, Wilfried Burghard, Wolfgang Tietge, Werner Weusthoff, Rolf Weusthoff, Ernst Schmedt, Erwin Daratha und Rudi Lücke gehörten zu den Gründungsmitgliedern. Fünf von den Mitgliedern waren Söhne von aktiven Feuerwehrkameraden. Zum ersten Jugendfeuerwehrwart wurde der Hauptfeuerwehrmann Werner Hoff ernannt. Unterstützt wurde er anfangs vom Löschmeister Walter Bergmann. Die wöchentlichen Dienste fanden donnerstags von 18.00 - 19.30 Uhr im Jugendraum im Dorfgemeinschaftshaus statt, da zu diesem Zeitpunkt noch keine Räumlichkeiten im Gerätehaus zur Verfügung standen. Nachdem alle Jugendlichen mit entsprechenden Uniformen ausgerüstet werden konnten, wurde bereits im ersten Jahr nach Gründung der Jugendfeuerwehr auf ein großes Ziel hingearbeitet.

Am 17.09.1967 in Brome war es soweit. 9 von damals 12 Kameraden der Jugendfeuerwehr konnten als erstes die Leistungsspange der Jugendfeuerwehr erfolgreich erwerben. Bis heute nimmt die Teilnahme an dem Erwerb der Leistungsspangenabnahme in der Jugendfeuerwehr einen großen Stellenwert ein. Es ist die höchste Auszeichnung, die man in der Jugendfeuerwehr bis heute erreichen kann. Weitere Dienste waren damals Singen/Musizieren, Dienstabende mit geselligen Spielen, Laienspiele, Sport oder Filmvorführungen.

Im Jahre 1968 konnte die Jugendfeuerwehr bereits 15 Mitglieder verzeichnen. In den beiden vorangegangenen Jahren stießen Lutz und Klaus Buchwald, Jürgen Jorkuweit, Gerd Meyer und Martin Holz dazu. In diesem Jahr wurde neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung zum ersten Mal vom 18. - 21. Juli an dem Kreiszeltlager in Ehra Lessien teilgenommen. Diese Zeltlager sollten für die nächsten fast 30 Jahre zur Tradition werden.

Weitere Höhepunkte, wie der Besuch des Heimatmuseums in Gifhorn und der Besuch des Großflugtages, wurden unter der Führung vom Jugendfeuerwehrwart Werner Hoff und seinen vielen Helfern organisiert. Zu den damaligen Helfern gehörten Günter Könecke, Franz und Lothar Witt, Karl-Heinz Wolters, Bernd Meyer und Walter Bergmann. Am 12. Dezember des gleichen Jahres kamen die Mitglieder der Jugendfeuerwehr zu ihrem ersten Einsatz. Beim Brand auf dem Bauernhof von Heinrich Kollenkirchen übernahmen die Jugendfeuerwehrmitglieder die Absperrungen der Einsatzstelle und unterstützten bei der Bergung von Hausrat. Auf diesen Einsatz sollten in den kommenden Jahren noch Einige folgen. Heutzutage ist an den Einsatz von Jugendfeuerwehrmitgliedern bei Bränden oder Hilfeleistungen nicht mehr zu denken. Ende 1969 wurde eine komplette Jugendgruppe in die aktive Wehr übernommen.

1970 – 1979

Doch bereits im April 1970 konnten bereits 8 neue Mitglieder wieder aufgenommen werden, so dass 11 Jugendfeuerwehrkameraden wieder ihren Dienst versahen. Zu diesem Zeitpunkt gehörten Jürgen Jorkuweit, Gerhard Meyer, Martin Holz, Rolf Lorenz, Ralf Meyer, Dietmar Buchwald, Hans-Joachim Vasterling, Wilhelm Wolter, Klaus Dieter Schütz, Axel Kühnemann und Ralf-Werner Hoff der Jugendfeuerwehr unter der Führung von Werner Hoff und Bernd Meyer an. Später stießen noch Manfred Steuber, Harald Warnecke und Uwe Pressel dazu, so dass 1971 wieder 13 Kameraden dabei waren.

Das Jahr 1971 war ein besonderes Jahr. Im Sommer wurde die Jugendfeuerwehr bei mehreren Wald- und Flächenbränden in Gifhorn und Umgebung eingesetzt. Im September brannten Stallungen der Diakonischen Heime. Insgesamt nahmen Kameraden der Jugendfeuerwehr an 11 Brandeinsätzen teil. Im selben Jahr hatten die neuen Kameraden ihr erstes Jahr absolviert. Zu diesem Anlass erhielten die Kameraden das Jugendfeuerwehrärmelabzeichen sowie ihren Jugendfeuerwehrausweis vom Jugendwart Werner Hoff während eines Dienstes überreicht. Im gleichen Jahr nahm die Jugendfeuerwehr zum 3. Mal an dem Kreiszeltlager auf dem Truppenübungsplatz in Ehra Lessien teil.

1973 wurde der damalige Hauptfeuerwehrmann Klaus Simon zum neuen Jugendwart ernannt und neben einigen Einsätzen im Sommer wurde das erste Zeltlager auf der Kästorfer Alm an der Ise durchgeführt sowie am ersten Kreiszeltlager in Wahrenholz teilgenommen. Bei diesem Zeltlager wurde das "Grosse Moor" geboren, dazu gehörten vor allem die Wahrenholzer, Platendorfer und die Kästorfer Jugendfeuerwehr. Besonders den Zeltlagern auf der Kästorfer Alm sollten noch bis in die 90 er Jahre viele wunderbare und erlebnisreiche Zeltlager folgen.

Im Jahre 1973 konnte eine 2. Gruppe ins Leben gerufen werden. Neben 9 Kameraden in der 1. Gruppe, stießen im Februar 1973 13 neue Kameraden zur Jugendfeuerwehr. Mit dabei waren Klaus Könecke, Rolf Wolter, Bernd Kühnemann, Jürgen Hoff, Jürgen Treybig, Bernd Wolter, Wolfgang Viereck, Jürgen Engelhard, Karsten Könecke, Wolfgang Meyer, Bernd Meyer, Manfred Camehl und Uwe Tietge. Nachdem auch die 2. Gruppe mit Kombis, Koppeln und Käppis ausgerüstet worden war, wurden auch dort die Grundübungen mit dem Einsatz von C-Rohren fleißig geübt. Zum Leidweisen der 2. Gruppe noch trocken, d.h. ohne Wasser. Weiterhin wurden im Januar diesen Jahres die Berufsfeuerwehr in Wolfsburg besucht, im Juli an einem zweitägigen Zeltlager in Westerbeck sowie im August am Kreiszeltlager in Wahrenholz teilgenommen. Dieses Zeltlager ging über eine ganze Woche und war durch die vielen Unternehmungen ein Erlebnis für alle Teilnehmer. Neben einem Fußballturnier, Ausschmücken des Zeltdorfes, Lagerfeuerabende mit Vorführungen von Sketschen war besonders der letzte Tag der Höhepunkt des gesamten Lagers. Der Kreisbrandmeister Meyer nahm die Siegerehrungen für die Wettkämpfe der vergangenen Tage vor. Außerdem stellten viele Wehren ihre Löschfahrzeuge aus und es gab Flugvorführungen mit Hubschraubern der Bundeswehr.

Zum Abschluss des gleichen Jahres fand eine gemeinsame Weihnachtsfeier in Platendorf statt. Nach Übernahmen am Ende des Jahres in die aktive Wehr und durch einige Neueintritte 1973 und im Laufe des Jahres 1974 zählte die Jugendfeuerwehr 22 Mitglieder. Dazu kamen Kameraden wie Frank Witt, Rüdiger Witt, Oliver Braun, Andre Wieckenberg, Wolfgang Lassuz, Andreas und Matthias Bock. Da 1973 / 1974 das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut worden war, hatte die Jugendfeuerwehr ab diesem Zeitpunkt auch einen Unterrichts- / Aufenthaltsraum zur Verfügung. Im Mai wurde wieder auf der Kästorfer Alm und im August erneut auf dem Truppenübungsplatz in Ehra-Lessien gezeltet. Im gleichen Jahr wurde für die ersten Jugendfeuerwehrkreiswettkämpfe geübt, die dann im September in Kästorf stattfanden.

Im Jahre 1975 entschloss sich die Führung der Jugendfeuerwehr unter dem Löschmeister Klaus Simon und dem Hauptfeuerwehrmann Lothar Witt wieder zwei Gruppen aufzustellen. In beiden Gruppen versahen jeweils 11 Kameraden ihren Dienst. Gleich am Anfang des Jahres unternahm die Jugendfeuerwehr eine Fahrt nach Celle, um die dortige Landesfeuerwehrschule ausgiebig zu besichtigen. Im März des gleichen Jahres fand mit das erste Osterfeuer in der Kästorfer Kiesgrube unter Mitwirkung und Organisation der Jugendfeuerwehr statt. Bis heute organisiert die Jugendfeuerwehr am Ostersamstag traditionell das Osterfeuer in Kästorf.

Im April des gleichen Jahres nahm man an den Feierlichkeiten zum 10 jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr in Gamsen teil. Die Kameraden aus Gamsen hatten u.a. eine Fahrradralley, einen Wettkampf und einen Wettlauf organisiert, an dem 4 Wehren aus dem Stadtgebiet Gifhorn teilnahmen. Im Mai zu Pfingsten darauf verlebten die Jugendfeuerwehren aus Gifhorn, Gamsen, Winkel und Kästorf wunderbare Tage beim Zelten auf der Kästorfer Alm an der Ise. Dieses Zeltlager war somit ein Vorgänger für die heute im Abstand von 3 Jahren stattfindenden Pfingstzeltlager der Jugendfeuerwehren aus dem Stadtgebiet Gifhorn. Natürlich nahm man in den Sommerferien wie in den ganzen Jahren zuvor an dem Kreiszeltlager in Ehra-Lessien teil. Im darauf folgenden Jahr hatte die Jugendfeuerwehr insgesamt 25 Mitglieder. Dazu gekommen sind u.a. Thomas Lehner, Uwe Warnecke, Udo Düsterhöft, Andre Jur, Heinz-Hermann Wolters und Stefan Völke. Im gleichen Jahr wurde das eigene 10 jährigen Bestehen auf dem Schützenplatz, das 100 jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr in Gamsen sowie die Gründung der Jugendfeuerwehr in Wilsche gefeiert. In den nächsten Jahren wurde intensiv für die Wettkämpfe der Jugendfeuerwehren geübt. Der größte Erfolg für die Jugendfeuerwehr Kästorf war dann die erste und für Jahre auch die Einzige Teilnahme an den Bezirkswettkämpfen im Mai 1977 in Steinhorst. Natürlich waren auch die jährlichen Zeltlager auf der Kästorfer Alm und in Ehra-Lessien immer wieder absolute Höhepunkte und Erlebnisse, die die Kameraden der Jugendfeuerwehr zusammenschweißten und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkten.

1980 – 1989

Im Juli 1980 endete die Ära vom Jugendfeuerwehrwart Klaus Simon und zum Nachfolger wurde der 18 jährige Karsten Könecke ernannt. Da eine Gruppe in den aktiven Dienst übernommen worden war, hatte er die Aufgabe übernommen die Jugendfeuerwehr von verbliebenen 10 Mitgliedern ausgehend erneut erfolgreich fortzuführen und neue Mitlieder für den Dienst in der Feuerwehr zu gewinnen. In den nächsten Jahren lag darin auch eindeutig der Schwerpunkt seiner Bemühungen, bei denen er ab 1981/1982 von seinem Stellvertreter Heinz-Hermann Wolters unterstützt wurde.

Im Jahre 1984 - Theodor Trautmann hatte inzwischen Günter Könecke als Ortsbrandmeister abgelöst - hatte Karsten Könecke die ersten schwierigen Jahre gut gemeistert. Inzwischen war es ihm wieder gelungen insgesamt 19 Jugendliche für den Dienst in der Feuerwehr zu gewinnen. U.a. versahen Lutz Frese, Marc Hedtke, Stefan Wieckenberg, Christoph Kielmann, Mark Gorewoda, Henning Engelhard, Holger Kleindienst und viele mehr ihren Dienst, der seit einigen Jahren am Freitag Abend ab 18 Uhr stattfand. An diesen Abenden standen Themen wie Unfallverhütung, Fahrzeugkunde, Funk- und Kartenausbildung und das Üben für den Bundeswettkampf der Jugendfeuerwehren auf dem Dienstplan. Wie in den Jahren zuvor wurde dafür der Staffellauf, das Verlegen einer C-Leitung über eine Hindernisbahn und eine Grundübung mit C-Rohren intensiv trainiert. Aber auch nicht feuerwehrbezogene Themen standen an. Zum Beispiel wurden zu Jahresbeginn die Weihnachtsbäume in Kästorf für das Osterfeuer eingesammelt, Schnitzeljagden unternommen, an Spielen ohne Grenzen bei benachbarten Wehren teilgenommen, zum Schwimmen gefahren oder gekegelt. Somit wurden den Jugendlichen viele Aktivitäten, neben den traditionellen Zeltlagern zu Pfingsten oder Kreiszeltlagern, geboten. Fast 6 Jahre lang prägte Karsten Könecke somit die Entwicklung der Jugendfeuerwehr in Kästorf, bis er 1986 zum Stadtjugendfeuerwehrwart gewählt wurde.

Wolfgang Tietge wurde sein Nachfolger. Der Kamerad Jens Frese sein Stellvertreter. Zu diesem Zeitpunkt gehörten 19 Jugendliche, trotz Übernahmen oder Austritten, der Jugendfeuerwehr an. In den Jahren konnten etliche Neuaufnahmen verzeichnet werden. Zum Beispiel Jörg und Holger Düsterhöft, Bernd Losch, Kai Nikolaus, Maik Serwatka und Marcus Tietge. Beiden Kameraden gelang es in den nächsten Jahren die Jugendarbeit erfolgreich fortzusetzen. Besondere Höhepunkte waren sicherlich für viele die Besichtigung des Bundesgrenzschutzes in Gifhorn 1988, die erfolgreichen Teilnahmen an den Stadt- und Kreiswettkämpfen, den Kreis-O-Märschen, dem Sportturnieren der Stadtjugendfeuerwehren und die Jahresabschlüsse, bei denen um die Wette gekegelt wurde.

In dem Jahr der Wiedervereinigung - 1990 - übernahm Jens Frese als Verantwortlicher, zusammen mit Udo Padaszus, die Jugendfeuerwehr. Auch diesmal keine einfache Aufgabe, da die Jugendfeuerwehr dringend Nachwuchs brauchte. Durch insgesamt 17 Neuaufnahmen innerhalb eines Jahres, wie Katrin Daratha, Tina und Nicole Mangelmann, Thorsten Olech, Marco Brand, Dennis Lehmann, Silke und Frauke Serwatka oder Kristian und Katja Knerr, konnte die Jugendfeuerwehr Ende 1990 auf 23 Jugendliche bauen. Ein Grund für diesen enormen Mitgliederzuwachs war sicherlich auch die Entscheidung der Wehr Mädchen aufzunehmen. Zum Ende des Jahres versahen schon 9 Mädchen ihren Dienst. Aufgrund dieser Mitgliederzahl entschloss man sich wieder zwei Gruppen aufzustellen, die weiterhin freitags übten. In dieser Zeit nahm die Jugendfeuerwehr erfolgreich an den Sportturnieren der Stadtjugendfeuerwehren, den Leistungsspangenabnahmen und den Stadtwettkämpfen teil und konnte sich kontinuierlich für die Kreiswettkämpfe qualifizieren. Der große Erfolg - die erneute Teilnahme an den Bezirkswettkämpfen - blieb jedoch noch für einige Jahre verwehrt, obwohl alle ehrgeizig für dieses Ziel trainierten.


1990 – 2006

Zum ersten Tag der Deutschen Einheit gab es einen Festakt im Schlosshof in Gifhorn, an dem die Jugendfeuerwehr als Fackelsteher teilnahmen. Für alle damals ein unvergessliches Ereignis und Erlebnis zugleich. In diese Zeit bis 1993 fallen auch neben Stadtzeltlager zu Pfingsten und Kreiszeltlager in Ehra-Lessien, neue Aktivitäten wie die Teilnahme mit eigenen Wagen an den Erntedankfesten in Kästorf, eine Feuerwehrinfowoche bei dem Supermarkt Blau-Gelb zusammen mit der Jugendfeuerwehr Gamsen, die gemeinsamen Fahrten mit der Stadtjugendfeuerwehr nach Hamburg (1992) und Bremen (1993), der Besuch des Bundesgrenzschutzes in Gifhorn (1993) oder die ersten eigenen Fahrten nach Bad Lauterberg (1991), Wingst (1993) und die Besichtigung des Flughafens und Berufsfeuerwehr Hannover (1992). Dieses war nur durch das enorme Engagement des damaligen Jugendwartes Jens Frese und seinem Stellvertreter Udo Padaszus möglich.

Im Jahre 1991 feierte die Jugendfeuerwehr mit 25 Jahre das zweite Grosse Jubiläum. Zu diesem Anlass richtete die Wehr den Kreis-O-Marsch in Kästorf aus. In allen Hinsichten ein voller Erfolg, da zum einen die Veranstaltung hervorragend am Dorfgemeinschaftshaus verlief und zum anderen, weil die beiden startenden Kästorfer Gruppen den 7. und 9. Platz von über 70 Gruppen belegten. Ein toller Erfolg.

1993 wurde Udo Düsterhöft zum stellvertretenden Jugendwart ernannt und Übernahm ein Jahr später mit Henning Engelhard die Jugendfeuerwehr mit 25 Mitgliedern, davon 7 Mädchen. Jens Frese rückte zum Stadtjugendfeuerwehrwart auf und Harald Olech wurde indessen zum Ortsbrandmeister gewählt. Udo Düsterhöft führte die Jugendfeuerwehr bis zum Ende des Jahres 2001 mit enorm viel Engagement und wurde dabei von Kameraden wie Stephan Kaminsky, Marco Brand, Thorsten Olech, Katrin Daratha und Nicole Mangelmann unterstützt. Ein Zeichen für sein Erfolg war der kontinuierliche Steigerung der Mitgliederzahlen. Im Jahr 2001 versahen 36 Jugendliche Ihren Dienst in der Jugendfeuerwehr. Darunter Kameraden wie Jörn Weusthoff, Michael Lau, Niklas Buchwald, Marcus Fehlhaber, Christoph Lewinske, Nils Engelhard, Steffen Zander und noch viele mehr, die heute ihren Dienst in der aktiven Feuerwehr versehen.

Unter der Regie von Udo Düsterhöft wurde 1996 das Familienzeltlager der Feuerwehr über Pfingsten ins Leben gerufen, dass bis heute jedes Jahr auf der Feuerwehrwiese in Kästorf zum Anfang der Sommerferien stattfindet. Aber auch andere Aktionen wurden organisiert. Im April 1999 nahm die Jugendfeuerwehr an einer Aktion vom Radiosender NDR 1 - Radio Niedersachsen. Im Rahmen dieser Aktion organisierte der Jugendfeuerwehrwart Udo Düsterhöft mit seinen Jugendgruppenleitern, Jugendlichen und vielen Helfern den Ausbau des Zeltlagerplatzes an der Feuerwehrwiese. Als Belohnung wurde ein Beitrag darüber im Radio ausgestrahlt. Aber nicht nur Arbeit stand auf dem Plan. Auch Fahrten und Lager wie nach Attendorn im Sauerland (1994), in den Heidepark (1995 und 1998), in den Tierpark Stukenbruck in Westfalen (2000) oder Kartfahren in Celle (2002) wurden geplant und sorgten für Begeisterung unter den Jugendlichen. Seit 1994 fanden die im 3 Jahresrhythmus organisierten Kreiszeltlager in Zichtau ( Sachsen-Anhalt) und nicht mehr in Ehra-Lessien auf dem Truppenübungsplatz statt.

Natürlich trainierte die Jugendfeuerwehr weiterhin hart für die Bundeswettkämpfe der Jugendfeuerwehren und im Juni 2001 wurden diese Bemühungen endlich mit der Teilnahme an den Bezirkswettkämpfen in Salzgitter belohnt. Die 1. Gruppe konnte sich durch eine hervorragende Leistung bei den Kreiswettkämpfen in Hankensbüttel dafür qualifizieren. Im gleichen Jahr konnte man bei dem Kreis-O-Marsch in Gross-Oesingen den 4. Platz von 80 Jugendgruppen aus dem Landkreis Gifhorn erzielen. Schon ein Jahr zuvor gelang es in Ehra-Lessien einen sensationellen 2. Platz zu erringen.

Zum Ende des Jahres 2001 deutete sich wieder einmal ein großer Umbruch an. Insgesamt 6 Jugendliche traten zum Ende des Jahres nach erfolgreich absolvierten Grundlehrgang in die Aktive Wehr über und Udo Düsterhöft kündigte seinen Rücktritt an. Zum Nachfolger wurde sein zu diesem Zeitpunkt amtierende Stellvertreter Thorsten Olech ernannt. Die Erfolge in allen Bereichen der Jugendarbeit unter Udo Düsterhöft waren nur durch ein sehr großes Engagement und die Motivation aller Jugendbetreuer und der Jugendlichen möglich und dafür stand der damalige Jugendfeuerwehrwart Udo Düsterhöft mit seinem Team. Zu diesem Zeitpunkt waren trotz der Übernahmen 28 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr aktiv, darunter 4 Mädchen. Thorsten Olech führte bis Ende 2002 die erfolgreiche Arbeit von seinen Vorgängern fort, musste jedoch zum Ende des Jahres aus beruflichen Gründen sein Amt abgeben.

Die Nachfolge wurde von Olaf Katsch und Lothar Peitz als Stellvertreter angetreten. Für beide Kameraden eine ganz besondere Herausforderung, da keiner von ihnen bis dato in der Jugendarbeit tätig waren. Doch durch die Unterstützung ihrer Jugendgruppenleiter wie Sven Wittberg, Marcus Fehlhaber und Jörn Weusthoff meisterten sie die Aufgabe mit Bravour und konnten zur Jahreshauptversammlung 2004 eine komplette Gruppe - heute die 5. Gruppe unter der Führung von Niklas Buchwald und Michael Lau - in den aktiven Dienst übergeben. Aber auch ein einwöchiges Zeltlager am Vierer-See bei Plön stellten beide gleich im ersten Jahr ihrer Amtszeit, im August 2003, auf die Beine. Der bisher größte Erfolg ihrer Amtszeit bei Wettkämpfen war sicherlich 2004 der 1. Platz bei dem Kreis-O-Marsch in Gifhorn. Dieser Sieg sorgte für Trubel und eine grosse Feier. 2005 folgte die Teilnahme an dem Kreiszeltlager in Almke und die erste Abnahme der Jugendflamme 1. Desweiteren hat die Jugendfeuerwehr seit dem Umbau des Gerätehauses 2004 / 2005 einen eigenen Jugendraum zur Verfügung. Auch dies ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung der Jugendfeuerwehr.

Zur Zeit versehen zwei Gruppen mit insgesamt 23 Jugendliche, davon 3 Mädchen, ihren Dienst am Montag und Dienstag Abend. Schwerpunkte sind dabei das Üben und die Teilnahme an dem Bundeswettkampf der Jugendfeuerwehr, die Leistungsspangenabnahme sowie der Kreis-O-Marsch. Ausbildungsdienste wie Kartenkunde, Gerätekunde, Sprechfunk, Unfallverhütung und Sport ergänzen wie vor 40 Jahren das Programm der Jugendfeuerwehr. Teilnahmen an den Stadt- und Kreiszeltlagern und anderen Aktivitäten runden das vielfältige Angebot für die Jugendlichen ab.

Bis zum heutigen Tage wird die Jugendarbeit mit viel Engagement von den Jugendwarten und Betreuern fortgesetzt, wobei es gilt, die Jugendlichen - wie vor 40 Jahren schon - für die ehrenamtliche Arbeit und den Dienst in der Feuerwehr zu begeistern. Dann kann man abschließend nur sagen: weiter so...